Legen Sie heute das Fundament
Dr.-Ing. Willi Fuchs, Direktor des VDI"Wer vor zwanzig oder dreißig Jahren Ingenieurwissenschaften studierte, fand sich überwiegend mit technischen Inhalten der jeweiligen Disziplin – etwa Maschinenbau – konfrontiert. Man könnte der Meinung sein, bei einem technischen Studiengang müsse das ja auch so sein. Weit gefehlt: Heute lernt der angehende Maschinenbauer Grundzüge der Nanotechnik, der Optischen Technologien oder auch der Mikrosystemtechnik. Inhalte, die aber heute bei vielen Ingenieuren zum Berufsalltag gehören.
Die technische Entwicklung schreitet rasanter denn je voran und mit ihr auch die Entwicklung des Ingenieurberufes. Dauerte die Neuentwicklung eines Automobils vor zehn Jahren noch mindestens acht Jahre, so benötigen Ingenieure heute gerade einmal die Hälfte der Zeit für die gleiche Aufgabe. Die spezifischen Anforderungen der Industrie an die fachlichen Qualifikationen von Berufsanfängern führen zu einer Diversifizierung und Spezialisierung der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge. Trotz dieser Spezialisierung aber sollten die Grundlagenfächer wie Mechanik, Werkstofftechnik und ähnliche nicht vernachlässigt werden. Die neuen Aufgabengebiete erfordern Mobilität im Denken und Handeln, um fachübergreifende Problemlösungsstrategien zu entwickeln.
Heute sind die Tätigkeitsbereiche immer stärker miteinander vernetzt. So sind in den letzten Jahren auch mehr und mehr Querschnittsberufe entstanden. Dies verdeutlichen die Wirtschaftsingenieure sehr gut. Studierten 1980 noch weniger als 10 000 junge Menschen Wirtschaftsingenieurwesen, sind es heute weit über 40 000 Studierende. Sie arbeiten dort, wo Wirtschaft und Technik zusammentreffen, und sind auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt. Aber auch in anderen Bereichen ist Querschnittsdenken erwünscht. Im Zuge der rasanten technologischen Entwicklung sind in den letzten Jahren neue Studiengänge wie „Optical Engineering“, „Mechatronik“ oder „Mikrosystemtechnik“ hinzugekommen. Zudem müssen wichtige Schlüsselqualifikationen bereits im Studium erworben werden. Dazu zählen auf fachlicher Ebene etwa betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder Know-how im Projektmanagement. Daneben sind zunehmend weitere Schlüsselkompetenzen erforderlich wie Fremdsprachen, Kundenorientierung, Managementkompetenz und Teamfähigkeit.
Der Ingenieurberuf ist einer der innovativsten und spannendsten Berufe, nutzen Sie das Netzwerk des VDI schon während des Studiums, um die richtigen Weichen für Ihre Zukunft zu stellen."
Statistiken für Ingenieur- und Informatikstudium
Seite drucken




