Der Ingenieur in der Nanotechnik

Welche Aufgaben hat ein Ingenieur der Nanotechnik?

Die Nanotechnik befasst sich mit der Analyse und Bearbeitung von Materialien in einer Größendimension unterhalb von einhundert Nanometer. Dabei ist ein Nanometer der einmillionste Teil eines Millimeters. Diese Nanowelt, in der einzelne Bausteine der Materie arrangiert werden oder eine Selbstorganisation von Nanostrukturierungen in Gang gesetzt wird, öffnet sich interessierten Studierenden über die klassischen Disziplinen wie z. B. Physik, Chemie, Biologie, Mineralogie oder Elektrotechnik. Mittlerweile gibt es aber auch eigenständige Studienmöglichkeiten, die besonders den Anwendungsbezug in den Vordergrund stellen.

Ingenieurinnen und Ingenieure der Nanotechnik konzipieren, entwickeln und produzieren neuartige Produkte bzw. Werkstoffe mit besonderen Funktionalitäten. Beispiele aus ganz unterschiedlichen Einsatzbereichen sind superharte Beschichtungen, extrem feste molekulare Klebeverbindungen, hocheffektive Katalysatoren und Membranen, hochselektiv wirkende Pharmazeutika oder hochdichte Datenspeicher für superschnelle Computer. Beispiele für “nanoskalige“ Werkstoffe, die bereits Einzug in unser tägliches Leben gehalten haben, sind kratzfeste Brillenbeschichtungen mit lichtdurchlässigen Nanopartikeln und schmutzabweisende nanostrukturierte Farben oder Oberflächen von Keramiken.

Welche Anforderungen werden an einen Ingenieur der Nanotechnik gestellt?

Um erfolgreich im Bereich der Nanotechnik tätig werden zu können, umfasst die Ausbildung der zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure naturwissenschaftliche Grundlagen insbesondere aus der Physik, Chemie, Mathematik und Informatik. Studienanfängerinnen und -anfänger sollten deshalb vor allem Technikbegeisterung, wissenschaftliche Neugier und Grundlagenwissen im naturwissenschaftlichen Bereich mitbringen. Aufgrund der Interdisziplinarität diese Faches und der Konfrontation mit neuen Problemstellungen sind Bereitschaft zur Teamarbeit, Methoden-, Urteils- und Entscheidungskompetenz gute Voraussetzungen für das Studium. Einsame Forschernaturen wären fehl am Platz. Selbstständiges Arbeiten durch die Übernahme von z. B. Lehraufträgen oder einer Existenzgründung erfordert außerdem betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Berufliche Perspektiven, Entwicklungen des Berufszweiges

Die beruflichen Perspektiven eines Nanotechnikingenieurs sind außerordentlich vielfältig. Die Tätigkeitsfelder reichen vom Automobilbau über die Herstellung von optischen oder elektronischen Bauteilen bis zu medizintechnischen Anwendungen. Die Nanotechnik ist eine der erklärten Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Ihr werden eine epochale Bedeutung sowie ein maßgeblicher Einfluss auf die künftigen Güter- und Arbeitsmärkte zu-gesprochen. Die Berufsaussichten von Ingenieurinnen und Ingenieuren in dieser Wachstumsbranche sind daher – auch aufgrund einer interdisziplinär angelegten Ausbildung - ausgezeichnet.

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Das Ingenieurstudium ist zum einen attraktiv, da die Studieninhalte sich mit neuester Technik befassen und zum anderen, da ein langfristig stabiler Arbeitsmarkt und ein höchst vielseitiges Berufsbild auf den Ingenieur warten.

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