Ein Tag mit einem Maschinenbauingenieuer
8.00 UhrMeine Kollegen begrüße ich immer mit Handschlag. Private Worte, ein kleiner Spaß ist immer dabei. Dann geht's zur Sache. Rechner hochfahren, das Funkgerät zur internen Kommunikation anschalten. Frisch geladenes Handy an die blaue Diensthose klemmen, Kugelschreiber ins Hemd. Blick in den Terminkalender. Heute ist Dienstag, mein „Marathon-Tag". Das Telefon klingelt. Der Planer aus der Fahrzeugfertigung fragt, wann wir uns treffen können. Für unsere Motoren wird es Verbesserungen am Zylinderkopf geben. Dazu muss ein angepasster Montageablauf in unsere Golf-Fertigung integriert, neue Bauteile, Werkzeuge und Abläufe abgestimmt werden. Ich sage einen Termin für 16.00 Uhr zu.
9.30 Uhr
Verschraubungsrunde: Einmal wöchentlich treffe ich mich mit den Schrauberfachleuten. Wir legen Maßnahmen fest, um die Fertigung zu verbessern. Die Drehmomente an der Gelenkwelle stehen heute im Mittelpunkt. Meine Aufgabe ist es, herauszufinden, ob die Mitarbeiter in diesem Bereich ausreichend qualifiziert sind, um dann eventuell Termine für entsprechende Weiterbildungen zu organisieren. Anschließend findet die Besprechung der Qualitätsmanagement-Berater statt. Inhalt heute ist die Vorgehensweise für das nächste Audit, in dem es um „Personal und Schulung in der Montage" gehen wird. Hierfür muss ich in den nächsten Tagen Unterlagen vorbereiten. Danach rauf aufs Fahrrad und ab in die Halle 54 zur . . .
11.00 Uhr
... Elektrikrunde: Elektronik spielt in unseren Fahrzeugen eine immer größere Rolle. Deswegen gibt es einen engen Informationsaustausch zwischen Planung, Fertigung und Qualitätssicherung. Wir sprechen die aktuellen Maßnahmen durch.
12.00 Uhr
Mittagessen mit Willi und Matthias. Wenn wir uns treffen, wird viel gelacht. Ablenkung muss sein.
13.00 Uhr
Büroarbeit: Als erstes lese ich meine neu eingegangenen E-Mails. Darunter eine Anfrage: 15 Azubis aus dem Hause Volkswagen wollen sich unsere Fertigung ansehen. Das gefällt mir. Schnell kümmere ich mich deshalb um einen geeigneten Termin. Anschließend checke ich online die aktuellen Produktionszahlen unserer Variant-Linie, bestelle dringend benötigte Werkzeuge und bereite zwei Folien für meinen morgigen Vortrag zum Thema „Qualität der Klimaanlage am Auto" vor. Dazwischen klingelt immer mal wieder mein Handy. Um 14.30 Uhr beginnt dann die interne Mitarbeiterrunde. Unser Chef ist auch dabei. Wir besprechen alle organisatorischen Angelegenheiten innerhalb unserer Abteilung.
16.00 Uhr
Runter in die Fertigung zum „Zylinderkopf-Treffen". Der Planer ist ebenfalls pünktlich zur Stelle - wie heute morgen verabredet. Er hat die technischen Unterlagen mit den Änderungen zum Thema Zylinderkopf dabei. Zusammen mit dem zuständigen Produktionsmeister betrachten wir die überarbeiteten Pläne. Der Zylinderkopf erhält zuletzt eine Designabdeckung aus Kunststoff mit Typenbezeichnung und blauem VW-Emblem, sodass von den technischen Innovationen äußerlich nicht viel zu sehen, beim Fahren aber viel zu spüren sein wird! Der Zylinderkopf wird die Motorleistung und die Laufruhe positiv beeinflussen und den Kraftstoffverbrauch verringern. Zum Schluss besprechen wir noch, wie sich der Montageablauf aufgrund der Innovationen verändert.
17.00 Uhr
Feierabend. Mit dem Fahrrad geht's ab nach Hause.
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